Wir haben von Anfang an den Verhandlungs-

weg gesucht
Bereits Ende 2014 bemerkten wir,dass das kol-

lektive Zentrum viel mehr Raum als die offizi-

ell angemieteten 70qm benötigte. Um unse-

ren großen Raumbedarf zu verdeutlichen, sei

nur kurz auf die Veranstaltungen auf der letz-

ten Seite verwiesen. Wir äußerten den Raum-

bedarf schon damals gegenüber dem LIG und

standen in Verhandlungen um die Anmie-

tung des ganzen ehemaligen KITA-Gebäudes.

Im Verlauf der nächsten Monate wurde uns

mehrfach mit unterschiedlichen Terminabga-

ben von der HBK und dem LIG mitgeteilt, dass

ein Vermieterwechsel von LIG zu HBK stattge-

funden habe, obwohl dies bis zum 13.06.15 de-

finitiv nicht eingetreten ist und wir bis heute

keinen weiteren Vermieterwechsel angekün-

digt bekommen haben. Im März sollte wegen

des angeblichen Vermieterwechsels eine Be-

gehung stattfinden, die jedoch von der KuNa-

Ge e.V. wegen Erkrankungen abgesagt wurde.

Auf die Bitte einen neuen Termin vorzuschla-

gen antwortete der LIG nicht und machte zu-

nächst auch keinen Alternativtermin.

Unsere Forderung nach einem Verhandlungs-

gespräch

Anfang des Jahres forderten wir dann bei

einer Sitzung des Bezirksausschusses für

Wohnen und Stadtteilentwicklung, dass ein

Gespräch über die Änderung des Mietver-

hältnisses stattfinden solle. Dort hatten wir

gleichfalls mitgeteilt, dass wir unser Handeln

nicht mehr von der Willkür und Ignoranz des

LIG abhängig machen wollten und uns die

Räume bedarfsorientiert nehmen würden.

Schließlich versuchte der LIG die ursprüngli-

che Zwischennutzung durch das Belügen und

Ignorieren von Politiker_innen, Aufforderun-

gen des Fachamts für Stadt- und Landschafts-

planung und uns aller zu verhindern und

hat damit letztendlich den Beginn des Miet-

verhältnisses um mehr als sieben Monate

nach hinten verschoben. Denn die Zwischen-

nutzung hätte bereits im Februar 2014 statt-

finden können. Zu jenem Zeitpunkt hatten

bereits alle Akteur_innen außer dem LIG zu-

gestimmt. Lediglich der LIG behauptete, dass

eine Zwischennutzung nicht möglich sei, da

z. B. Strom und Wasser abgestellt seien. Dabei

wurde der gesamte Gebäudekomplex über

die gesamte Zeit des Leerstand beheizt.

Verhandlungsgespräch im Fachamt SL
Das Verhandlungsgespräch zur Anmietung

des ganzen Hauses wurde letztlich auf den

09.06.15 terminiert. Bereits im Vorfeld des

Gesprächs wurde uns von dem LIG mit Kün-

digung gedroht falls sich herausstellen sollte,

dass wir mehr als 70qm nutzen. Wir haben

aber immer offen nach außen kommuniziert,

Zur aktuellen lage des koZe

Viel ist passiert in den letzten Tagen. Im nachfolgenden Text möchten wir die wichtigsten

Ereignisse kurz zusammenfassen und alle Interessierten auf den aktuellen Stand bringen.

Die Cozy Times wird von einer bunten Grup-

pe von Menschen produziert, die sich im kol-

lektiven Zentrum (koZe) treffen. Wir wollen

über Neuigkeiten und Aktivitäten im Münz-

viertel und koZe informieren.

Wir wollen mit dieser Zeitung eine Plattform

schaffen,überdiesichdieNachbarschaft aus-

tauschen und besser kennenlernen kann.Wir

freuen uns sehr über Termine, Texte, Kritik

und Anregungen für die Zeitung. Scheut also

nicht, in die Tasten zu hacken und uns eine

Mail zu schreiben: cosytimes@hotmail.com

Dein Cozy Times Team.

kollektive Zeitung aus dem Münzviertel

Ausgabe 4, 06. Juli 2015

Cozy times

tägliCh
BuS – Bücher und Sofas, Umsonstladen,

Lampedusa-Office (Mo–Fr), Offene

Siebdruckwerkstatt, Offene Nähwerkstadt,

Offenes Fotolabor
Montag
17.30–19h Offene Yogagruppe
19–23h

Wohnprojekt Kommune

Hamburg

19.30h

Offenes Hausplenum

20–22h

Capoeira

dienstag
17h

Kickboxen

19.30h

Karawane-Café

MittwoCh
18–20h

offene Nähwerkstatt

18–21h

Radküche Münze

19h

Plattdeutsch schnacken

19–21h

Tante Münze

20h

Café für Fahrradkultur

19–21h

FLTI-Kampfsport- und

Selbstverteidigungsgruppe

donnerstag
10–14h

Freiraum Forschungslabor HCU

16–18h

betreuter Kinder-Space

17.30–19h Ashtanga-Yoga
19 h

Offene Siebdruckwerkstatt

19.30h

Offene Soli-Kneipe

Freitag
16–18h

Kickboxen

18–20h

Meditation

18.30h

Deutsch-Sudanesischer Verein

19h

Punkrock Friseursalon (jeden

letzten Freitag im Monat)

20–22h

Capoeira

saMstag
13–18h

offener Gartentreff

18.30h

Deutsch-Sudanesischer Verein

sonntag
15h

leistungsbefreites

Fußballspielen

15–18h

Freiraum Forschungslabor HCU

18.30–22h Wohnprojekt Münzviertel e.V.

(jeden 1.Sonntag im Monat)

19–21h

Kampfsport

19.30h

koZe kocht und Kino komatös

regelMässige terMine iM kollektiven ZentruM

veranstaltungen iM MünZviertel

koZe kollektives Zentrum

Norderstraße 65

koze@riseup.net

www.koze.in

Do, 09. Juli | Vortrag zum Thema „Montagsmahnwachen in Hamburg“ | koZe

Do, 16. Juli, 19h | Buchvorstellung:„Utopie“ von Alexander Neupert-Doppler | koZe

Do. 30. Juli , 19h | Dialog mit den Maras – Lösung oder Bedrohung für die

Gesellschaft El Salvadors? | koZe

hung ausgesprochen hatte und die Bitte ei-

nen Alternativtermin vorzuschlagen vom LIG

ignoriert wurde.

Begehung des kollektiven Zentrums
Letzten Endes haben wir einer gewünschten

Begehung am 13. Juni zugestimmt, damit die

Vertreter_innen von LIG und HBK das Gebäu-

de begutachten können. Vereinbart wurde

außerdem, dass uns die Namen der Teilneh-

menden im Vorfeld schriftlich mitgeteilt wür-

den. Unsere Sorge war, dass Polizeibeamte

oder Personen vom Ordnungsamt teilneh-

men würden, die schnell und problemlos in

der Lage sind ein Gebäude zu schließen.Wenn

Letztere etwas finden wollen, dann finden sie

es in der Regel auch! Eine Begehung wurde im

Allgemeinen als ein Zeichen unseres guten

Willens interpretiert. Im Anschluss an diese

sollte dann wiederum ein Gespräch um die

weitere Anmietung des Gebäudes stattfin-

den. Dabei wurden drei Bedingungen fixiert:

Verhandlungen um Mietvertrag für die ganze

ehem. KITA, weiterhin symbolischer Mietpreis

und Wechsel des Mieters von KuNaGe e. V. zu

koZe e. V.

Am Tag der Begehung gab es dann zunächst

noch Gesprächsbedarf vor dem Tor, denn der

LIG versuchte wieder Vereinbarungen zu ig-

norieren, indem er uns am Freitag um 17.40

Uhr, also schon nach Büroschluss, eine Teil-

nehmer_innenliste ohne Namen zuschickte.

Weil die Begehung aber bereits Montag um

9.00 Uhr stattfinden sollte und uns dies jeder

Handlungsoption enthob, war dies wiederum

ein gezielter Versuch die Situation zu eskalie-

ren. Wir haben uns jedoch nicht provozieren

lassen, sondern die Begehung in unserem Stil

stattfinden lassen. Im ganzen Haus lief laut

klassische Musik, Fernseher mit Begehungs-

TV waren aufgestellt, an die hundert Men-

schen waren bunt und laut, hatten Konfetti

und Luftschlangen dabei. Eine Anfrage der

CDU zur Begehung wurde übrigens bereits

beantwortet: Die Begehung fand problemlos

statt, die Gutachter_innen und Vertreter_in-

nen konnten alle Räume betreten und ihre

Arbeiten verrichten.

Wie geht es weiter?
Deshalbgehenwirdavonaus,dassdemnächst,

wie schon seit Langem von uns gefordert, ein

Gespräch über die Anmietung des ganzen

Gebäudes stattfinden wird, denn wir haben

unsere Versprechen eingehalten. Nichtsdes-

totrotz werden wir uns nicht unter faden-

scheinigen Gründen aus dem Gebäude jagen

lassen,wie etwa Ordnungsamtsauflagen oder

vermeintliche Mietvertragsverletzungen. Und

noch ein Hinweis auf den Geschäftsführer der

HBK Dietrich von Stemm, der im Abendblatt

heroisch davon sprach, dass hier ganz klar ge-

kämpft werde,„last man standing“.Ein 72-jäh-

riger,der den intellektuellen Offenbarungseid

leistet sich als Investor mit einer Schirmmütze

der Pleitetruppe HSH-Nordbank vor die Presse

zu stellen, wird ganz sicher nicht als Letzter

stehen bleiben.

ein voller erFolg  

Für das MünZviertel...

Gastbeitrag von KuNaGe e.V.

... und alle Beteiligten war das diesjährige

Strassenfest am 20.Juni.Dafür herzlichen Dank

an Alle (u.a.der Assistenz ost,dem herz as,dem

werkhaus münzviertel und den werkhaeus-

ler_innen mit Teams). Nach nur dreimonatiger

Vorbereitungszeit und drastisch reduzierten

Zuschüssen spiegelte unser Fest die zentra-

len Anliegen des Quartiers wieder. Pädagogik,

Kunst und Quartiersarbeit für sozialverträgli-

che Entwicklung- gegen Spekulanten,Verdrän-

gung und profitorientierte Gentrifizierung!

Das Wetter meinte es gut mit uns und so

präsentierten Anwohner_innen unbeeinträch-

tigt internationale Leckereien, Flohmarkt- und

dass wir dies tun. Wir mögen nicht an Zufall

glauben, dass am Tag des Verhandlungsge-

sprächs ein Artikel im Hamburger Abendblatt

erschien, der mit der Frage titelte, ob Ham-

burg eine zweite Rote Flora drohe. Nach dieser

inszenierten Kriminalisierung wunderten wir

uns auch nicht über die hohe Polizeipräsenz

am Gesprächsort. Schließlich begleiten unse-

re behelmten Freund_innen das Treiben im

koZe schon länger mit Argwohn, obwohl ih-

rem eigentlichen Dienstherrn Innensenator

Michael Neumann keine Vorkommnisse im

Zusammenhang mit dem koZe bekannt sind.

Während oben im Fachamt für Stadt- und

Landschaftsplanung diskutiert wurde, unter-

stützten vor dem Haus bis zu 200 Menschen

bunt und laut die Vertreter_innen des koZe.

An dem Gespräch nahmen Vertreter_innen

des Fachamts SL, der LIG, der Politik, der HBK,

der KuNaGe e. V. und wir aus dem koZe teil.

Während es zu Beginn des Gesprächs darum

ging, wie Staat uns am schnellsten wieder

aus dem Haus bekommt, so gelang es uns im

weiteren Verlauf, Vertreter_innen der Politik

und des Fachamts vom Wert unserer Arbeit

für den Stadtteil und darüberhinaus zu über-

zeugen. Der LIG konnte wiederum zweimal

der Falschaussage überführt werden: Erst

behaupteten die Vertreter des LIG, dass eine

Bemühung um weitere Räumlichkeiten nie

stattgefunden habe. Dann behaupteten sie,

dass überhaupt keine Freiflächen angemietet

seien. Durch einen vorliegenden Mietvertrag

konnte diese Behauptung als falsch entlarvt

werden.Und nun wunderten wir uns doch ein

wenig, dass der LIG mit der Kündigung eines

Mietvertrages drohte, dessen grundlegende

Inhalte offensichtlich völlig unbekannt sind.

Andererseits passt dies auch ins Bild dieser

amateurhaft handelnden Behörde, die uns

regelmäßig Eigentümerwechsel verkündet,

die dann nicht stattfinden. Bei dem Gespräch

konnte auch aufgeklärt werden, dass sich die

KuNaGe e. V. nie prinzipiell gegen eine Bege-

Akteure:

Fachamt sl
(Fachamt für Stadt und Landschaftsplanung):

ZentraleAufgabederStadtplanungundStadt-

teilentwicklung ist die Weiterentwicklung

und Sicherung der Wohn- und Lebensqualität

in den einzelnen Stadtteilen und Quartieren

durch ein verträgliches Mit- und Nebenein-

ander von Wohnen, Arbeiten, Nahversorgung,

Bildung, Freizeit, Kultur und Erholung. Ziel-

setzung ist dabei die Gewährleistung einer

geordneten nachhaltigen städtebaulichen

Entwicklung.

lig 
(Landesbetrieb Immobilienmanagement und

Grundvermögen): Steuert in Eigentümer-

funktion wesentlich Bestandteile öffentlichen

Immobilienvermögens. Weil der LIG „offiziell“

privat ist, muss und darf der Verkaufspreis

des Schulgeländes nicht veröffentlicht wer-

den. Klar ist damit auch, warum sich die freie

Hansestadt eine solche „Behörde“ leistet. Die

LIG ermöglicht das Verscherbeln öffentlichen

Eigentums ohne der Öffentlichkeit Rechen-

schaft ablegen zu müssen.

hBk
(Hanseatische BauKonzept): Die HBK möchte

auf dem Schulgelände einen 1-2 Zimmer-Ap-

partement-Bunker errichten und wird auch

deshalb als Hanseatische BauKatastrophe be-

zeichnet.

kunage e.v. 
(Kunstlabor naher Gegenden e.V.): Verein der

Stadtteilinitiative Münzviertel der den Miet-

vertrag mit dem LIG unterzeichnet hat, weil

wir damals noch keinen eigen Verein hatten

koZe e.v.
Der neu gegründete Verein des kollektiven

Zentrums, der die KuNaGe e.V. als Mieter ab-

lösen soll.

ein breites Spektrum von Infoständen.„So viele

Interessierte hatten wir noch nicht an einem

Stand“ meinte S. von Ragazza und „... nächstes

Jahr wären wir gerne wieder mit dabei“ schrieb

die „Sprachbrücke Hamburg“. Das Selbstver-

ständnis der Stadtteilinitiative - experimentell,

offen, inklusiv, und kritisch- fand sich auf der

Strasse und dem Bühnenprogramm wieder.

So viele Menschen wie noch nie schlenderten,

saßen oder lagen auf dem Münzplatz und den

Strassen, eine sehr entspannte Atmosphäre

breitete sich aus. Internationalität, Individua-

lität und Unkommerzialität zeigten einen Mix

zwischen Reatität und künstlerischer Ausle-

bung.

Dazu Näheres über die Künstler_innen

auf der Bühne: gegen 15:00 Uhr stieg lang-

sam der Soundpegel. Dj wotwot (ehem. whm)

schlich sich langsam in die Geräuschkulisse

der Repsoldstrasse ein, manchmal mit abstrak-

ter Gitarre, mal mit marokkanischem Funk.

Dann ging es mit einem Duo von Geissfuss am

Schlagzeug und dem Werkhäusler ch. weiter,

die eine feine Auswahl von msfits Covers in

entspanntem Punkrock-Stil lieferten. Drs folg-

te als Bass/Schlagzeug/Gitarren-Trio mit sehr

schön verzerrt-verbogenem Powerrock instru-

mentals (sie bewiesen ihre Anziehungskraft an

einer Gruppe von sechs Kindern, obwohl die

sich die Hände über die Ohren hielten). Es folg-

te Tintin Patrone unter einem Mickey-Maus-

Hut und auf der Bühne eingrahmt von einem

Mann, der Bier trank und nur ruhig nach vorn

schaute, sowie einer Frau, die ab und zu eine

Zigarette rauchte. Tintin verschmelzte vorge-

lesene texte mit Fragen an das Publikum und

minimalen Elektrobeats, bevor sie in Martin-

Rev-artige, etwas schmerzhafte Orgelausflüge

rutschte. Sener Yildiz dagegen rockte anato-

lisch und harmonisch, mit seiner Msik setzte

er eine grosse Tanzrunde in Gang. Spaghetti

Wings überraschten uns mit schön-rätselhaf-

ten Harmonien und Art Halk beendete das

Bühnenprogramm mit einem Wirbel aus post-

punk und zwei Zugaben.

Bis zum frühen Morgen ging es dann

noch weiter im unlimited liability,im Ilohh und

koZe.

turBine 4612 MünZviertel

Ölf Ölf Ölf – 4612!!! Ein Besuch bei einem

Verein auf der Straße

Mensch mag den Leuten hier zustimmen, ein

unwirklicherer Ort für einen Fußballverein

wird wohl schwer zu finden sein. Dennoch hat

sich in den letzten zehn Jahren im beschau-

lich hektischen Münzviertel der Fußball sei-

nen Weg auf die Straße gebahnt. Viele andere

Optionen gab es hier für die Freund_innen

des runden Leders auch nicht: Die zähen Ver-

handlungen mit der Stadt über Spielzeiten

auf umliegenden Plätzen führten zu keinem

Ergebnis und man entschied sich alsbald, lie-

ber die vorhandenen Flächen zu nutzen.

So konnte sich über mehrere Jahre ein

Streetsoccerturnier beim Straßenfest etablie-

ren. Als der Sportplatz Ende 2013 bebaut wur-

de, entschied man sich den Herbst über auf

den Parkplätzen der Spalding-Hochhäuser 1a

und 1b zu kicken. Mittlerweile finden sich die

Kiezkicker_innen hinter einem zwei Meter ho-

hen Zaun auf dem Schulhof der alten Gehör-

losenschule am Schultzweg wieder. Der Zaun

soll weg - da sind sich alle einig. Gerade die

kleinsten wünschen sich einen sicheren und

frei zugänglichen Ort zum Spielen, fernab der

Straßen und Bahngleise.

Sportlich läuft es rund bei der Turbine: Am

Wochenende konnte beim Antira des „Sozi-

alen Zentrums Norderstedt“ souverän die

Vorrunde überstanden werden. Doch auch

die Ältesten in der der Ultrakurve ahnen die

schwierige Situation im immer enger wer-

denden Viertel.

Wer jedoch auf der Straße das Kicken gelernt

hat, weiß auch: Auf Grand grätschen kann

jede_r, aber nur unter dem Pflaster liegt der

Strand!

Leistungsbefreites Fußballspielen, jeden Sonn-

tag ab 15 Uhr auf dem Schulhof des koZe.

unseren Kompost und ein InsektenhoteL Wir

freuen uns ebenso auf eine stärkere Zusam-

menarbeit mit der Alsterdorfer Assistenz Ost

von der Münzburg aus. Jeden Sonntag wird

zwischen 15 und 18 Uhr kollektiv gegärtnert,

und darüber hinaus spontan. An einem bes-

seren Zugang wird derzeit wieder einmal ge-

arbeitet!!! Unsere Eröffnung der Teeküche im

Bauwagen wird bald erfolgen.

Doch der Sonntag ist nicht der einzige

Tag zum kollektiven Gärtnern im Münzviertel.

Im Kollektiven Zentrum in der Norderstraße

65 wartet die Schwarze Beete am samstags

von 13 bis 18 Uhr auf gärtnerisches Wissen

und helfende Hände. Hier entstanden in den

letzten Monaten bereits einige Hochbeete,

das Gewächshaus platzt aus allen Nähten

und es wird experimentiert mit Anbaume-

thoden, Pflanzenschutz und Fruchtfolgen.

Einige Pflänzchen aus der Nachbarschaft ha-

ben schon Unterschlupf gefunden und bald

suchen einige der vorgezogenen Paprika- und

Tomatenpflanzen ein neues Zuhause. Wer

sich gerne einen frischen Kräutersalat ma-

chen will, kann gerne vorbeikommen und

sich pflücken, was gebraucht wird (nicht nur

samstags).

Wir freuen uns auf euch, kommt gerne

einfach vorbei!

plattdeutsChen 

klönsChnaCks „plattForM“

Die anarchistische PLATTform soll einen locke-

ren Rahmen bieten um Plattdeutsch-Interes-

sierten die Sprache näher zu bringen. Gram-

matikalisch gibt‘s alles von een, tweej, dree

über typische Phrasen, Personalpronomen

und wilde Dativ-Partizip-Konstruktionen, um

damit über Sachen zu reden die uns wichtig

sind, Lieder zu singen, Gedichte zu schreiben,

Transpi‘s zu malen und alles was uns so in‘

Kopp kommt. Vom Anfänger bis Klaus Groth

ist jeder erwünscht! Mittwoch‘s um 19 Uhr im

Tante-Münze-Raum!

 Aktivitäten im koZe (Teil 3)  

Für Mehr grün iM 

MünZviertel ...

... wird sich seit Jahrzehnten in der Betonwüs-

te des Quartiers eingesetzt. Sei es bereits der

ehemalige Nachbarschaftsgarten mit Spiel-

platz in den 90er Jahren am heutigen Stand-

ort des Münzgartens oder unser fleißige Hein-

rich, der sich um die Jahrtausendwende den

öffentlichen Gehwegen annimmt, wie den

Rosen, und seit letztem Jahr die ehemalige

Hundeauslauffläche vor dem Wichernbau

am Münzplatz mit Wildpflanzen hegt und

pflegt. Vergessen werden darf auch nicht das

Gründreieck zwischen Högerdamm und Wolt-

mannstraße, welches von der Nachbarschaft

entwickelt wurde. Und auch Guerilla-Sonnen-

blumenpflanzaktionen und etliche Pflanzkü-

bel mit ihren Baumpatinnen auf öffentlichen

Gehwegen sollen hier Erwähnung finden.

Neben Einzelunternehmungen findet

auch das kollektive Gärtnern seit 2012 wie-

der seinen Platz im MünzvierteL Zwei An-

wohnerinnen wollten dem grauen Dasein im

Münzviertel entgegnen und einen grünen

Gemeinschaftsraum und Begegnungsort

(wieder) herstellen. Der derzeitige Standort,

Rosenallee 11 I Münzweg 8, schien perfekt, da

keine weitere Nutzung vorgesehen und durch

dielangjährigen

On-Off-Gartenaktivitäten

die Infrastruktur vorhanden war. Seit 2012

wurden Gewächshäuser gebaut, Studierende

und Gäste empfangen, ein Preis gewonnen,

Hochbeete errichtet, Gehwege ver- und Ge-

müse- und Blumenbeete angelegt, ein Bau-

wagen adoptiert, eine Leinwand hergestellt,

Getränkestände erbaut, die erste Session der

Radküche veranstaltet und viele Events, of-

fiziell und inoffiziell, zelebriert. Seit letztem

Jahr kooperieren wir mit dem Werkhaus, die

unseren Garten mit gestaltet haben, wie z.B.